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Wichtigste Voraussetzung für jedwedes Handeln im
→ Konzern. Zuständigkeit kann, muss aber nicht mit
→ Verantwortung einhergehen. Man unterscheidet die
formale Zuständigkeit von der subjektiven Zuständigkeit.
Während die formale Zuständigkeit auf eine
Person bzw. maximal auf einen Bereich begrenzt ist,
ist die subjektive Zuständigkeit prinzipiell unbegrenzt:
Jeder darf sich zuständig fühlen. Die subjektive
Zuständigkeit ist z. B. stark ausgeprägt bei allen
Fragen rund um →Dienstwagen oder→Parkplätze. In
anderen Konzernbereichen überwiegt die subjektive
Nichtzuständigkeit, worunter man die fehlende Internalisierung
formaler Zuständigkeiten versteht. Die
subjektive Nichtzuständigkeit findet sich vor allem
dann, wenn es um →Entscheidungen oder→Verantwortung
geht. Wenn subjektive und formale Zuständigkeit
zusammen auftreten, spricht man von → Macht.
Insgesamt tritt in Konzernen jedoch die Nichtzuständigkeit
deutlich häufiger auf.
Leitsatz: »Dafür bin ich eigentlich nicht zuständig.«
→Delegieren, →Sekretärin, →Vorgang
Von Dritten, insbesondere von Vorgesetzten, geäußert:
»gestern«; Ansonsten: »Ich weiß auch nicht, wann das
fertig wird, aber ich sag dir Bescheid, okay?«
→Asap
Exklamatorische Entgleisung von→Controllern, wenn
auch der letzte fehlende Cent definitiv in der Bilanz
eines hier nicht näher zu spezifizierenden Tochterunternehmens
verbucht werden konnte.
→Luxemburg, →Cayman Islands
Wie alle anderen Phobien im Zuge der Implementierung
des → Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes abgeschafft.
→Gleichstellung
Zwei Wochentage (zur Erinnerung für die Jüngeren:
Samstag und Sonntag), an denen man in der Regel
nicht im Büro, sondern zu Hause arbeitet.
Leitsatz: »Den Rest nehme ich mit und mach’s dann bis
Montag.«
→Feierabend
Jährlich wiederkehrendes Ritual kollektiver Selbstentblößung
von Konzernangehörigen. → Mitarbeiter
und → Chefs versammeln sich im Laufe des Dezembers
an einer dafür bereits im Sommer eigens ausgewählten
→ Location, um sich unter Zuhilfenahme
alkoholischer Genussmittel in heiterer Atmosphäre
über das zurückliegende Geschäftsjahr auszutauschen.
Der durchschnittliche Anteil der Mitarbeiter, die sich
am nächsten Tag wünschen, die Feier hätte nie stattgefunden
bzw. sie selbst hätten nie teilgenommen,
liegt in der Regel bei etwa 85 Prozent, bei Chefs bei
etwa 99 Prozent.
Beliebte, mit Zeige- und Mittelfinger darzustellende
Geste als Ausdruck besonderer Überlegenheit und
Siegesgewissheit. Im Bereich der Politik gelangte die
Geste durch den britischen Premierminister Winston
Churchill während des Zweiten Weltkriegs zu
einiger Prominenz. In Deutschland wurde ihre Bekanntheit
etwa 60 Jahre später vor allem durch den
Bankmanager Josef Ackermann vorangetrieben.
→Peanuts
Mit Menschen, von denen man glaubt, dass sie einmal
für die persönliche →Karriere wichtig oder in sonstiger
Weise von Vorteil sein könnten, an kleinen Stehtischen
Fingerfood zu sich nehmen. Der Gebrauch
einer ausreichenden Anzahl von Servietten ist empfehlenswert,
da ansonsten der für ein erfolgreiches
Vernetzen unbedingt erforderliche Austausch von Visitenkarten
zu einem unangenehmen Moment werden
kann.
Leitsatz: »Eigentlich gehe ich zu sowas ja nie hin.«
→Netzwerk, →Compliance, →Get together
Bereitschaft, → Entscheidungen zu treffen und für die
→Konsequenzen ihrer Umsetzung einzustehen. Ähnlich
wie → Umlaufmappen weist auch Verantwortung
ein hohes Zirkulationspotenzial auf und wird in einem
kontinuierlichen Kreislauf im → Konzern von
einem→Mitarbeiter zum nächsten weitergegeben.
Leitsatz: »Meint ihr?«